Hallo Kälte! Ist dein Zuhause für den Winter bereit?

Hallo Kälte! Ist dein Zuhause für den Winter bereit?
Bildquelle: gettyimages / RyanJLane

Schnee und Frost können deinem Haus in der kalten Jahreszeit ganz schön zusetzen. Sobald die kalte Jahreszeit kommt, sollte dein Zuhause also winterfest sein. Wie du das prüfst und wo Gefahren lauern - hier gibt’s nützliche Hinweise.

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sich dem Gefrierpunkt nähern, heißt das: Der Winter ist da. Das bringt auch Pflichten für jeden Wohneigentümer mit. Zum Beispiel Fußwege von Schnee und Eis freihalten. Du bist verpflichtet, den Bürgersteig vor deinem Haus, deiner Zufahrt sowie den Weg zu Briefkasten und Mülltonnen freizuräumen.  

Abgesehen von solchen Verpflichtungen solltest du auch einige Vorbereitungen durchführen, um dein Haus für die kalte Jahreszeit fit zu machen - der Check auf Wintertauglichkeit steht an! So verhinderst du Schäden, die oft vermeidbar und im Nachhinein einfach ärgerlich sind.  

Dach auf Dichtheit und lockere Pfannen checken


Beginnen wir mit dem Dach – sozusagen die erste Bastion gegen Ungemach, das von oben kommt, sprich: gegen Regen, Schnee und Eis. Als erstes solltest du kontrollieren, ob es dicht ist. Einen Überblick kannst du dir zunächst selbst verschaffen, indem du die Dachkonstruktion von innen nach feuchten Stellen oder Verfärbungen absuchst.

Das Problem: Undichte Stellen sind nicht immer einfach zu erkennen. Schon durch kleine Lücken oder Beschädigungen kann Feuchtigkeit den Weg in dein Haus finden. Um auf Nummer Sicher zu gehen, ist es deshalb besser den Check einen Profi erledigen zu lassen, also am besten einen Dachdecker. Er kann direkt auch die Dachpfannen kontrollieren. Bei starkem Wind und Sturm lockern sie sich schon mal. Werden sie beim nächsten Starkwind vom Dach gefegt und beschädigen Autos oder verletzen jemanden, haftest du. Deshalb sollten lockere oder beschädigte Dachpfannen alsbald professionell befestigt, beziehungsweise ersetzt werden.

Verstopfte Dachrinnen und rissige Fassaden


Nächste Gefahrenstelle: die Dachrinnen. Kontrolliere, ob sie eventuell mit Herbstlaub verstopft sind. Wenn das der Fall ist, solltest du das zügig entfernen (lassen). „Infolge einer verstopften Dachrinne kann es zu Feuchtigkeitsschäden an der Fassade kommen. Staut sich Wasser auf dem Dach, besteht die zudem Gefahr einer Beschädigung der Eindeckung“, warnen die Experten der Plattform meindach.de. Wenn dein Haus von vielen Bäumen umgeben ist, kann es sich lohnen, präventiv einen Dachrinnenschutz anzubringen.

Ebenso wie beim Dach ist es wichtig, dass auch die Hausfassade instand ist. Gibt es kleine Risse in der Fassade, sollte schnell gehandelt werden. Auch wenn's erstmal harmlos wirkt. Denn Wasser könnte eindringen - fällt die Temperatur unter den Gefrierpunkt, wird es zu Eis und dehnt sich aus. Was dann passiert? Der Riss wird größer, unter Umständen richtet das einen ziemlichen Schaden an. Schau dir die Wände also sorgfältig an. Bitte bei dem kleinsten Verdacht einen Fachmann oder eine Fachfrau um Rat.

Und: Wenn du im Garten einen Außenwasserhahn nutzt, solltest du ihn bei Frostgefahr von der Wasserzufuhr trennen oder dafür sorgen, dass er ausreichend isoliert ist.

Tückische Temperaturen: Vermeide den Riss im Fenster


Es muss nicht immer ein fehlgeleiteter Fußball die Ursache für eine kaputte Fensterscheibe sein. Auch sogenannte thermische Einwirkungen können einen Riss in der Scheibe verursachen. Sie entstehen durch starke und nicht-gleichmäßige Erwärmung. Das können sich stauende Wärme oder hohe Temperaturschwankungen in kurzer Zeit sein. Dann baut sich schnell Spannung im Glas auf, was die Stabilität des Materials übersteigt.

Im Winter ist das besonders tückisch: Draußen ist es eiskalt und du drehst die Heizung voll auf - verständlich, schließlich soll es kuschelig warm in den eigenen vier Wänden sein. Aber: Unter dem Fenster platzierte Heizkörper werden so zu potenziellen Schadenverursachern. Im Extremfall kann es zu einem sogenannten Thermoschock kommen - also wenn das Fensterglas infolge thermischer Überlastung reißt oder bricht.

Glas ist ein schlechter Wärmeleiter und deshalb empfindlich bei Hitzestauung. Gefährdet sind deshalb übrigens auch beschichtete Fensterscheiben oder solche mit aufgeklebten Folien, die Sonnenstrahlen abhalten sollen. Auch schwere Vorhänge oder innenliegende Jalousien können für einen Hitzestau sorgen.

Das kannst du tun:

  • Verglaste Elemente wie Glasschiebetüren nicht vollständig übereinander schieben.
  • Möbel lieber mit etwas Abstand zu bodentiefen Verglasungen platzieren.
  • Beim Fensterputz heißes Wasser und Wasserdampf besser weglassen.
💡
Übrigens: Willst du für den Fall der Fälle dennoch abgesichert sein, brauchst du in der Regel extra eine Glasversicherung!

Es ist wichtig, dass du dir dieses kleinen, gläsernen Schadenpotenzials bewusst bist. Kommt es zu winterlichen Minusgraden, kannst du darauf achten, hohe Temperaturunterschiede oder gar Hitzestau zu vermeiden.

Das Haus durchchecken und aufrüsten


Nicht nur angesichts der explodierenden Energiekosten ist es ratsam, dieses Jahr besonders auf dichte Fenster und Türen zu achten. Auch generell gewinnt Energiesparen aber auch Energieeffizienz an Bedeutung.  

Schon mal alle Öffnung im Haus auf Zugluft getestet? Die einfachste Art besteht darin, mit der Hand oder einer Kerze zu prüfen, ob am Rahmen ein Luftzug spürbar ist. In diesem Fall sollte ein Fachbetrieb eingeschaltet werden, der die Fenster entweder professionell abdichtet oder austauscht. Neue Fenster sind leider unerlässlich, wenn die Rahmen verzogen sind. Reicht eine Abdichtung, kannst du auch versuchen, sie mit einem Dichtungsband oder Silikon selbst in Schuss zu bringen.

Um Gebäudeschäden zu vermeiden - und dabei oft auch noch Geld zu sparen - erweist sich die Anschaffung intelligenter Haustechnik als sinnvoll. Stichwort Smart Home.

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Ist dein Haus winterfest? Am besten nimmst du dir einfach mal ein Wochenende, um alle Schwachstellen am Haus zu kontrollieren. Dann bist du auf der sicheren Seite, wenn’s so richtig losgeht mit dem Winter!

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